Um die dritte Corona-Welle zu brechen, sollen unter anderem am Gründonnerstag Supermärkte geschlossen bleiben. Der Handel befürchtet einen kontraproduktiven Kundenansturm – und auch auf Twitter werden die Pläne der Bundesregierung teils scharf kritisiert.

Seit dem frühen Dienstagmorgen steht fest: Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden nicht nur bis Mitte April verlängert, sondern an den Tagen um Ostern herum zudem deutlich verschärft. Vom 1. bis einschließlich 5. April, also von Gründonnerstag bis Ostermontag, soll das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Infektionswelle zu brechen. 

Der Beschluss von Bund und Ländern bedeutet also auch: Wer von den Feiertagen einen Großeinkauf plant, muss den bis spätestens Mittwoch erledigt haben oder bis zum Karsamstag warten, wenn die Supermärkte öffnen dürfen. In der Lebensmittelbranche stießen die Schließungspläne nicht wegen des zu erwartenden Kundenansturms am Mittwoch und Samstag kommender Woche auf großes Unverständnis.

„Hilft im Kampf gegen die Pandemie nicht weiter“

„Eine zusätzliche Schließung des Lebensmitteleinzelhandels am Gründonnerstag wird aus unserer Sicht nicht zu der erhofften Entzerrung der Einkaufstätigkeiten führen, sondern eher zu einer Verdichtung der Einkäufe“, warnte etwa der Discounter Aldi-Süd. Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertete die Maßnahmen als kontraproduktiv. „Den Lebensmittelhandel mit seinen nachweislich hervorragend funktionierenden Hygienekonzepten symbolisch für einen Tag zuzumachen, hilft im Kampf gegen die Pandemie nicht weiter“, erklärte der HDE-Hauptgeschäftsführer, Stefan Genth.

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