„Wir wissen von mindestens zehn Todesopfern“, teilte die Polizei der Stadt Boulder nordwestlich von Denver mit. Unter den Getöteten sei auch ein Polizeibeamter.

Der mutmaßliche Angreifer wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft festgenommen. Er hatte am Montagnachmittag (Ortszeit) das Feuer in einem Supermarkt eröffnet, der zu einem Einkaufskomplex mit mehreren Geschäften und Cafés gehört. Die Polizei rückte daraufhin mit einem Großaufgebot an. 

Motiv unklar

Colorados Gouverneur Jared Polis sprach von einer „sinnlosen Tragödie“. Auch Boulders Bürgermeister Sam Weaver äußerte sich erschüttert über die Gewalttat. Über das Motiv ist noch nichts bekannt.

Trost für eine Augenzeugin

Erst in der vergangenen Woche hatten tödliche Angriffe auf drei Massagestudios im Bundesstaat Georgia die USA erschüttert. Dabei wurden acht Menschen erschossen, unter ihnen sechs Frauen asiatischer Herkunft.

In Colorado hatten sich zwei der schlimmsten Schusswaffen-Angriffe der jüngeren US-Geschichte ereignet. An der Columbine High School in Littleton hatten zwei Jugendliche im April 1999 zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen. Danach begingen sie Suizid. Im Juni 2012 eröffnete ein 24-jähriger Mann in einem Kino in der Stadt Aurora das Feuer und tötete zwölf Menschen. Der Amokläufer wurde später zu lebenslanger Haft verurteilt.

wa/fw (afp, dpa)