Wunderschöne Natur, azurblaues Wasser, weißgewaschene Häuser, eine einwandfreie Küche und die berühmte Gastfreundschaft: Es gibt viele gute Gründe, Astypalea zu besuchen, eine kleine Insel, eingebettet zwischen den Kykladen und dem Dodekanes, die aufgrund ihrer besonderen Form unter den Griechen als »Schmetterling der Ägäis« bekannt ist.

Aber jetzt kann das winzige Astypalea noch auf einen ganz anderen Vorteil zählen, um den Tourismus nach dem katastrophalen Sommer des vergangenen Jahres wiederzubeleben: Seit Beginn der Pandemie gab es hier keine einzige Coronavirus-Infektion. Und die Insel plant mit einem Programm kollektiver Impfungen coronafrei zu bleiben. Ein riesiger Vorteil in den Augen von Millionen potenzieller Urlauber, die sich darum sorgen, sich an ihrem Zielort zu infizieren.

Griechenland hat rund 6000 Inseln, 117 von ihnen sind bewohnt – nur 53 überschreiten die 1000-Einwohner-Marke. Kleine griechische Inseln wie Astypalea haben bei den Impfungen Priorität. Die kleinsten mit weniger als 1000 Einwohnern überspringen das nach Alter gestaffelte Impfsystem des Landes, ihre gesamte erwachsene Bevölkerung wird durchgeimpft. Einige Inseln sind schon komplett durchgeimpft, Dutzende sollen in den kommenden Wochen folgen.

Marketingtrick oder Pragmatismus?

Regierungsbeamte erklären eifrig, dass diese Priorisierung auf praktischen Bedenken beruhe und nicht als Marketingtrick für den Tourismus gedacht sei. Es sei teurer und ineffizienter, das medizinische Personal mehrere Male auf die schwer zu erreichenden Inseln zu schicken, um die Bewohner nach dem regulären Zeitplan zu impfen.

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Hafen von Astypalea: 1330 Menschen leben auf der abgeschiedenen Insel

Foto: hemis.fr / Franck Guiziou

So werden die Größe und Abgeschiedenheit, die in normalen Zeiten einen Nachteil für diese Inseln bedeuten, jetzt zu einem großen Vorteil. Und sie sind eifrig dabei, die Welt über ihren virusfreien Status zu informieren.

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