Aufklärungskampagne
Bürger sollen Gefahren im Netz schneller erkennen

Mit einem Tippen des Fingers sind Apps offen – über die Gefahren, die mitunter bei der Nutzung lauern, wissen viele Bürgerinnen und Bürger allerdings wenig. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa

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Ob beim Streamen, Online-Shoppen oder in den sozialen Netzwerken: Risiken durch Cyberkriminelle gibt es überall. Die Politik will jetzt konkrete Wege zeigen, wie man sich schützen kann.

Bürgerinnen und Bürger sollen Gefahren im Internet schneller erkennen und sich besser davor schützen können. Das ist das Ziel einer neuen Kampagne des Bundesinnenministeriums und des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die auf einer Online-Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Mit Plakaten, Anzeigen und Video-Spots sollen die Menschen in Deutschland vor den Risiken beim Streamen, Online-Shopping oder in den sozialen Netzwerken gewarnt werden. Auf der Kampagnen-Website des BSI sollen konkrete Wege aufgezeigt werden, wie man sich besser schützen kann.

Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik, betonte, dass es die Mitarbeit jedes Einzelnen brauche, um mehr Sicherheit im Netz zu erreichen. Nicht jedem sei bewusst, welche Schäden finanzieller Art oder durch Bekanntwerden persönlicher Daten entstehen können. Viele nutzten Apps unreflektiert. «Die Menschen müssen erkennen können, dass sie betroffen sind, wo sie betroffen sind und wie sie sich schützen können», sagte er.

Mehr als eine Milliarde Schadprogramme seien derzeit im Umlauf, sagte Arne Schönbohm, Präsident des BSI. «Wir leben in einer digitalen Welt, in der Angreifer erst einmal unsichtbar sind und dann großen Schaden anrichten können.» Um den digitalen Alltag sicherer zu machen, müsse man aber nicht IT-Spezialistin oder IT-Spezialist sein.