Fußball-WM 2022
Amnesty International: Katar misshandelt weiterhin tausende Arbeiter – Rummenigge verteidigt Partnerschaft

Bauarbeiter arbeiten am Lusail-Stadion in Katar, einem der Spielorte der WM 2022

© Hassan Anmar / DPA

Zuletzt waren die Boykott-Aufrufe gegen die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar lauter geworden. Jetzt hat Amnesty International weiteren Druck auf das Land gefordert, weil tausende Arbeiter trotz Reformen weiterhin gnadenlos ausgebeutet würden.

Die Debatte um die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar Ende nächsten Jahres nimmt an Fahrt auf. Jüngst forderte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International den Fußball-Weltverband Fifa auf, WM-Gastgeber Katar zu einer Verbesserung der Lage von Arbeitsmigranten zu drängen. Das Emirat habe in den vergangenen Jahren eine Zahl „positiver Reformen“ beschlossen, die zu oft jedoch nicht ausreichend umgesetzt würden, erklärte Amnesty am Montag vor Beginn der WM-Qualifikation in Europa. Tausende Arbeiter würden weiter ausgebeutet und misshandelt. Die Fifa müsse ihren gesamten Einfluss nutzen, um Katar zur Erfüllung seines Reformprogramms zu drängen, teilten die Menschenrechtler mit.

Die Forderungen von Amnesty International sind moderat im Gegensatz zu den Aufrufen, die WM auf der arabischen Halbinsel gleich ganz zu boykottieren. Unter anderem fordern dies mehrere norwegische Vereine und die Fan-Organisation ProFans in Deutschland eine Absage. Zuletzt hatte der niederländische Rasenproduzent Hendriks Graszoden seine vereinbarte Lieferung nach Katar abgesagt und das mit den Arbeitsbedingungen beim Bau der Stadien begründet.

Katar-Hisbollah-Connection

Ein Geheimdienstmann, der PR-Berater und die Frage: Wer wollte vom Schweigegeld profitieren?

22.07.2020

Katar: Sterberate der Arbeiter liegt im erwartbaren Bereich

Das Unternehmen berief sich dabei auf einen…