Nach dem Impfstopp für die AstraZeneca-Vakzine gerät Gesundheitsminister Spahn stärker unter Druck. Wegen seines Agierens in der Coronakrise fordert FDP-Vize Wolfgang Kubicki seine Entlassung. »Es sind zwar nur noch wenige Monate bis zur Wahl, aber eine Auswechslung Spahns als Gesundheitsminister würde helfen, neues Vertrauen in der Bevölkerung in den Staat zu schaffen«, sagte Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

»Die Leistungen von Herrn Spahn als Gesundheitsminister kann man nur mit einer Fünf oder Sechs bewerten. Spahn ist seiner Aufgabe nicht gewachsen«, so der FDP-Vize. Deutschland habe die Alten- und Pflegeheime nicht rechtzeitig geschützt, Spahn habe zu spät auf den Schutz durch Masken gesetzt, bei der Test- und Impfstrategie habe er auch versagt, so der FDP-Politiker.

»Auch Peter Altmaier sollte die Kanzlerin aus seinem Amt als Wirtschaftsminister entlassen«, fügte Kubicki hinzu. »Altmaier hat es nicht geschafft, die versprochenen Hilfen in auch nur annähernd erträglicher Zeit zu den Selbstständigen zu bringen.« Diese Politik der Verschleppung setze sich beim Corona-Härtefallfonds so fort.

Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt attackierte Spahn. »Mit dem unkoordinierten und schlecht vermittelten Aussetzen der Impfungen mit AstraZeneca hat Gesundheitsminister Spahn das Vertrauen in die Impfpolitik weiter untergraben«, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Spahn und die Regierung müssten nun »einen Plan auf den Tisch legen, wie der Schutz durch Impfungen rasch hochgefahren werden kann«, forderte Göring-Eckardt.

»Kommunikativer Totalausfall«

Juso-Chefin Jessica Rosenthal warf Spahn im Zusammenhang mit der Aussetzung der AstraZeneca-Impfungen einen »kommunikativen Totalausfall« vor. »Sein Vorgehen beschädigt nicht nur das Vertrauen in den Impfstoff, sondern auch in die politischen Entscheidungsträger«, sagte Rosenthal der »Rheinischen Post«.

Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban, nahm Spahn und…