Immobilien
Zahl der Baugenehmigungen steigt auf Höchststand seit 2016

Baukräne auf einer Baustelle eines Neubaus. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

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Sie sind ein wichtiger Indikator für den Neubau im Kampf gegen die Wohnungsnot: Die Zahl der Baugenehmigungen ist 2020 deutlich gestiegen. Immobilienverbände warnen aber vor zu viel Optimismus.

Trotz der Corona-Pandemie haben die deutschen Bauämter im vergangenen Jahr deutlich mehr Wohnungen genehmigt. Die Zahl stieg im Vergleich zu 2019 um 2,2 Prozent auf 368.400, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

Darin sind sowohl Bewilligungen für den Bau neuer Gebäude als auch Baumaßnahmen an bestehenden enthalten.

Mehr genehmigte Wohnungen als 2020 habe es seit der Jahrtausendwende nur 2016 gegeben (375.400), erklärten die Wiesbaden Statistiker. Auch ein kräftiger Dämpfer im vergangenen Dezember (minus 11 Prozent) konnte den Aufwärtstrend im Gesamtjahr nicht stoppen.

Im vergangenen Jahr wurden demnach in neu zu errichtenden Wohngebäuden rund 320.200 Wohnungen genehmigt – 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders gefragt waren Zweifamilienhäuser, wo es sprunghafte Zuwächse bei den Bewilligungen gab (plus 20,5 Prozent). Die Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser wuchsen um 2,4 Prozent, die für Mehrfamilienhäuser nur leicht um 0,4 Prozent.

«Der Trend stimmt, aber die Dynamik flacht zu sehr ab», kommentierte Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs-
und Immobilienunternehmen. So habe der Anstieg der Baugenehmigungen 2019 noch bei 4 Prozent gelegen. «Um das bezahlbare Wohnen in Deutschland wirklich voranzubringen, ist ein stärkerer und dauerhafter Schub bei den Baugenehmigungen notwendig.»

Baugenehmigungen sind ein wichtiger Indikator für den Neubau im Kampf gegen die Wohnungsnot in vielen Städten….