Nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im Coronajahr 2020 will Volkswagen nun wieder deutlich mehr Profit erwirtschaften. Wie das Management um Vorstandschef Herbert Diess am Dienstag bei der Präsentation der 2020er-Bilanz erklärte, peilt der zweitgrößte Automobilkonzern der Welt für dieses Geschäftsjahr eine operative Rendite am oberen Ende der prognostizierten Spanne zwischen fünf und 6,5 Prozent an. In den Folgejahren sollen es »schnellstmöglichst« sieben bis acht Prozent werden.

2020 war die operative Konzernrendite von 6,7 auf 4,3 Prozent gefallen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr schrumpften die Konzernerlöse von VW um knapp zwölf Prozent auf 222,9 Milliarden Euro – und der operative Gewinn um 43 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Dies geht aus dem nun veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Schon Ende Februar hatte der Konzern erste Eckdaten bekannt gegeben.

Immerhin gelang VW mit einem starken zweiten Halbjahr noch die Wende zum Guten. In den ersten sechs Monaten 2020 hatte der Konzern noch einen operativen Verlust von 1,49 Milliarden Euro geschrieben.

Chinageschäft rettet VW-Bilanz

Weltweit lieferte VW gut 9,31 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus, das waren 1,67 Millionen weniger als 2019. Das Unternehmen führte dies »nahezu ausschließlich« auf die Pandemie und die Maßnahmen zu deren Eindämmung zurück.

Diess bezeichnete das Abschneiden im Krisenjahr 2020 als gut. Vor allem in China, dem wichtigsten Absatzmarkt für VW, hat sich das Geschäft schnell erholt. Die Konzern-Kernmarke VW Pkw schaffte es mit einem starken zweiten Halbjahr doch noch in die Gewinnzone. Vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen durch die Dieselaffäre wies der Geschäftsbericht für die Marke einen Gewinn von 454 Millionen Euro aus. Nach dem ersten Halbjahr 2020 und den Einbrüchen in der Corona-Krise hatte die Marke mit dem VW-Logo einen operativen Verlust von 1,5 Milliarden Euro angehäuft.

Nun soll die Strategie gleicher Plattformen und Bauteile, die der Konzern zunächst bei…