Krisenfest
Deutschland verteidigt zweiten Platz bei Patenten

Das Europäische Patentamt (Luftaufnahme). Foto: Peter Kneffel/dpa

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Trotz Rückgängen in der Corona-Krise hat Deutschland seinen weltweit zweiten Platz bei Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt verteidigt. Drei deutsche Firmen schaffen es unter die Top 10.

Zum ersten Mal seit Jahren ist die Zahl der Patentanmeldungen wieder gesunken. 180.250 Anmeldungen zählte das Europäische Patentamt (EPA) im vergangenen Jahr, das sind 0,7 Prozent weniger als 2019, wie es am Dienstag mitteilte.

Deutschland verteidigte mit 25.954 Anmeldungen seinen zweiten Platz hinter den USA, die mit 44.293 unangefochtener Spitzenreiter bleiben. Dahinter folgen Japan und China.

«Insgesamt ist der Patentbereich Krisen gegenüber sehr stabil, weil Unternehmen auch in einer Krise langfristig in Forschung und Entwicklung investieren», sagt EPA-Chefvolkswirt Yann Ménière. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Ländern. Während das Patentaufkommen aus den USA, Deutschland und Japan sank, legte China fast zehn Prozent zu.

Innerhalb Europas nimmt Deutschland allerdings eine klar dominierende Position ein. Nicht nur, dass es weit mehr als doppelt so viele Anmeldungen verzeichnet wie die europäische Nummer zwei, Frankreich. Auch die deutschen Firmen liegen stark: Zwar verliert Siemens seine Position als anmeldestärkster europäischer Konzern an Ericsson aus Schweden, das liegt allerdings nur daran, dass die 584 Patentanmeldungen der abgespaltenen Siemens Energy nun separat gezählt werden. Weltweit reicht das für Siemens mit 1634 für Rang sechs, direkt vor Bosch (1597). Mit BASF auf Rang 10 schafft es sogar ein drittes deutsches Unternehmen in die Spitzengruppe.

Die dominierenden Firmen im Ranking kommen aus Fernost: Samsung und LG auf…