In Israel haben Archäologen Dutzende Fragmente von alten Schriftrollen am Toten Meer entdeckt. Das teilte die Israelische Altertümerbehörde mit. Die Dokumente tragen biblische Text und wurden in einer schwer zugänglichen Höhle in der Judäische Wüste gefunden – nahe dem Toten Meer. Sie sind rund 1900 Jahre alt.

Die Experten sprechen von einer bahnbrechenden Entdeckung und vergleichen sie mit den berühmten Schriftrollen vom Toten Meer, die auch als Qumranhandschriften bekannt geworden sind. Sie wurden in den Vierziger- und Fünfzigerjahren gefunden. Es sei nun das erste Mal seit Jahrzehnten, dass ähnliche Artefakte ausgegraben wurde.

Möglicherweise könnten die Schriftstücke während eines jüdischen Aufstands gegen Rom vor fast 1900 Jahren versteckt worden sein. Die Revolte unter Rebellenführer Bar Kochba war im Jahre 132 n. Chr. während der Herrschaft von Kaiser Hadrian ausgebrochen und rund drei Jahre später niedergeschlagen worden. Die nun gefundenen Pergamentfragmente seien auf Griechisch verfasst und stammten aus dieser Zeit. Der Name Gottes sei aber auf Althebräisch geschrieben, berichtet die »Jerusalem Post«. In den Texten enthalten sind demnach Auszüge aus dem Zwölfprophetenbuch.

Neben den Schriftstücken wurden demnach auch ein 6000 Jahre altes, mumifiziertes Skelett eines Kindes, Münzen, Pfeilspitzen, Kleidung, Sandalen, Läusekämme sowie ein großer Korb gefunden. Letzterer sei 10.500 Jahre alt und damit wohl der älteste der Welt.

Die Grabungskampagne ist laut den Archäologen eine Initiative, um historische Stätten in der Region vor Raubgräbern zu schützen. Die neu entdeckten Schriftrollenfragmente seien ein Weckruf an den Staat. Für den Abschluss dieser historisch wichtigen Operation müssten Ressourcen bereitgestellt werden. »Wir müssen sicherstellen, dass wir alle Daten bekommen, die noch nicht in den Höhlen entdeckt wurden, bevor die Räuber dies tun«, zitiert die »Jerusalem Post« Behördenchef Israel Hasson.

Funde spiegeln das…