Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung aus – sind jedoch bei den Kabinettsposten nicht gleichberechtigt verteilt. CDU-Parteichef Armin Laschet will deshalb die Hälfte der Kabinettsposten mit Frauen besetzen. »Parität im nächsten Bundeskabinett – das ist mein Ziel«, sagte Laschet bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung »Die Zeit«.

Die Voraussetzung: ein Wahlsieg seiner Partei bei der Bundestagswahl. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident hat sich bislang allerdings noch nicht dazu erklärt, ob er als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf zieht. Als weiterer Anwärter in der Union gilt CSU-Chef Markus Söder.

CDU in der Pflicht, hierbei ihren Anteil zu leisten

Die CDU sei in der Pflicht, bei der Gleichberechtigung ihren Anteil zu leisten, sagte Laschet. Er halte er es prinzipiell für wichtig, dass sich auch Männer den Feminismus zum Thema machten und für »die Gleichstellung von Männern und Frauen, für Parität und für Frauen in machtvollen Positionen« kämpften.

Der Frauenanteil im Bundestag sank nach der Wahl 2017 auf ein 20-Jahres-Tief: Nur 31 Prozent der Abgeordneten in dieser Legislaturperiode sind Frauen.

Ein Paritätsgesetz, das für mehr Geschlechtergerechtigkeit in Parlamenten sorgen sollte, wurden in Thüringen im vergangenen Jahr abgelehnt. Auch das Verfassungsgericht in Brandenburg hat eine Regelung zur geschlechtergerechten Listenaufstellung von Parteien für rechtswidrig erklärt.

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