Geschäftszahlen
Corona trifft RWE «so gut wie gar nicht»

Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender von RWE. Foto: Marcel Kusch/dpa

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Für den Energieversorger RWE ist die Corona-Pandemie kein Problem – zumindest bei den Geschäftszahlen. Das vergangene Jahr sei «hervorragend gelaufen», sagt Vorstandschef Rolf Martin Schmitz.

Ein unerwartet heftiger Kälteeinbruch im Süden der USA hat sich für den Energiekonzern RWE zu einem deutlich größeren Problem entwickelt als die weltweite Corona-Pandemie.

Die finanziellen Folgen der wetterbedingten Stromausfälle in Texas trüben die am Dienstag vorgestellte letzte Bilanz des scheidenden RWE-Vorstandschefs Rolf Martin Schmitz. Der Manager gibt seinen Posten Ende April an den bisherigen Finanzchef Markus Krebber ab.

Weil der Versorger Verluste von rund 400 Millionen Euro im US-Geschäft verkraften muss, wird RWE den im vergangenen Jahr erzielten Nettogewinn von rund 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2021 nicht wiederholen können. Das bereinigte Nettoergebnis werde bei 750 Millionen bis 1,1 Milliarden Euro liegen, sagte Krebber. Infolge von Winterstürmen und Eisregen waren im Februar in Texas RWE-Windkraftanlagen zeitweise ausgefallen. RWE musste deshalb kurzfristig Strom zu extrem hohen Preisen zukaufen.

Das vergangene Jahr sei für RWE «wirklich hervorragend gelaufen», kommentierte Schmitz die Geschäftszahlen für 2020. Corona treffe den Konzern «wirtschaftlich so gut wie gar nicht». Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag 2020 bei 3,2 Milliarden Euro. Das Management hatte zuvor mit maximal 3 Milliarden Euro gerechnet. Die Dividende will der Konzern wegen der guten Finanzlage im laufenden Jahr erhöhen: Die Aktionäre sollen für 2021 je Aktie 90 Cent erhalten, für das vergangene Jahr gibt es 85 Cent.

Die Bilanz bildet…