Deepfake-Belästigung
Manipulierte Aufnahmen: US-Mutter wollte wohl Rivalinnen ihrer Tochter aus Cheerleader-Team mobben

Eine der jungen Cheerleaderinnen soll die Frau zum Selbstmord aufgefordert haben (Symbolbild)

© Matthew Putney / Picture Alliance / AP

Fotos und Videos zeigten sie trinkend, rauchend oder sogar nackt – doch alles war gefälscht. Eine US-Amerikanerin muss sich vor Gericht verantworten, weil sie drei Cheerleader-Kolleginnen ihrer Tochter mit manipulierten Aufnahmen belästigt haben soll. 

Eine Frau aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania soll Medienberichten zufolge drei jugendliche Cheerleaderinnen mit manipulierten Bildern, Videos und Nachrichten belästigt haben. Die 50-Jährige sei selbst die Mutter einer Cheerleaderin. Offenbar hat sie versucht, die Rivalinnen ihrer Tochter aus dem Team zu vertreiben. Die soll nichts von den Taten ihrer Mutter gewusst haben.

Deepfake: „Das ist etwas, das Ihr Nachbar benutzen kann“

Auf den gefälschten Fotos und Videos, die sie ihren Opfern im während des vergangenen Sommers anonym geschickt haben soll, seien die Jugendlichen unter anderem nackt, Alkohol trinkend oder rauchend zu sehen gewesen sein. Mindestens eine der Teenagerinnen habe sie zum Selbstmord aufgefordert. Die Frau sei Anfang März verhaften worden. Berichten zufolge beschuldigte die örtliche Polizeibehörde sie in einer eidesstattlichen Erklärung des Cybermobbings. Die Beamten vermuten demnach, dass die manipulierten Medien mit Hilfe von Deepfake-Technologie erstellt wurden.

Mit der immer leichter zugänglicheren und nutzbaren Technik können echte Fotos genutzt werden, um Gesichtszüge in anderen Videos einzuflechten. Das Ergebnis kann mitunter täuschend echt wirken. „Diese Technologie ist nicht nur sehr weit verbreitet, sondern auch leicht zu benutzen“, sagte der für den Fall zuständige Bezirksstaatsanwalt laut „New York Times“. „Das ist…