Natrium-Reaktor
Bill Gates will das Klima retten und Hunderte von Mini-Atomkraftwerken bauen

Die Anlage wurde unter Kostengesichtspunkten entwickelt.

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von Gernot Kramper

16.03.2021, 09:06 Uhr

In Europa haben Kernkraftwerke ein Image-Problem. Unbestritten ist, dass sie Energie ohne CO2-Emissionen bereitstellen. Bill Gates neuer Reaktor „Natrium“ ist als Ergänzungsmodul im Verbund mit Solar- und Windenergieanlagen gedacht. Bis 2050 sollen Hunderte davon gebaut werden.

Klimawandel und Kernkraft an dieser Frage scheiden sich die Geister. Deutschland unter Kanzlerin Merkel probiert in der Energiewende einen doppelten Salto – weg von fossilen Brennstoffen und noch schneller weg vom Atomstrom. Andere Länder halten es für aussichtsreicher auf einen Mix von Kernkraft und regenerativen Energien zu setzen, um den CO2-Ausstoß auf null zu senken.

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Aber nicht nur Großbritannien, Russland, Frankreich und China gehören der Pro-Krenkraftfraktion an. Auch Super-Milliardär Bill Gates will die umstrittene Energie rehabilitieren. Er entwickelt einen Mini-Reaktor namens Natrium. Tatsächlich gibt es in Atomkraftwerken gemessen an pro Terawatt gelieferter Energie weit weniger Störfälle als in anderen Kraftwerken, dafür können die Folgen auch schwerwiegender sein („Wie neue Atomkraftwerke den Klimawandel stoppen wollen“).

In wenigen Jahren in Betrieb

Bill Gates Firma TerraPower und GE Hitachi Nuclear Energy, wollen einen „kostengünstigen, schnellen Natriumreaktor mit einem Salzschmelzen-Energiespeichersystem“ bauen. Dafür gab es einen Zuschuss des US-Energieministeriums in Höhe von 80 Millionen US-Dollar. Geplant ist, die „Natrium“ genannten Kraftwerke noch in diesem Jahrzehnt in den USA auf den Markt zu bringen, so Chris Levesque, Präsident und…