Der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin e.V. (ALM) veröffentlichte auf Twitter die Zahlen zu Positivtestungen der vergangenen Woche. Demnach wurden zwischen dem 8. und 14. März insgesamt 1.084.771 PCR-Tests durchgeführt, davon waren 77.660 Tests positiv, das entspricht 7,2 Prozent.

In der Woche zuvor lag die Positivrate noch bei 6,4 Prozent (64.644 positive Tests von 1.020.839 Testungen). Die Positivrate habe sich damit um 20 Prozent gesteigert. »Wir in den Laboren sind besorgt und sollten alle die Situation ernst nehmen«, schrieb der Verband.

Turnusgemäß veröffentlichen die Labore ihre wöchentliche Datenauswertung. Zuvor hatte die Positivrate für zwei Wochen bei 6,4 Prozent stagniert. Der Anteil der neu aufgetretenen Mutationen, insbesondere der Variante B.1.1.7, hat in den vergangenen Wochen konstant zugenommen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag 5480 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 1228 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Vergleich zum Vortag leicht auf 83,7 von 83; vor einer Woche lag sie bei 67,5. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Der RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann sieht das Infektionsgeschehen in Deutschland wieder in einem exponentiellen Wachstum und hat die Lockerungen scharf kritisiert. Auch Deutschlands Intensivmediziner haben bereits vor einer heftigen dritten Welle gewarnt, sollten die aktuellen Lockerungen nicht schnell zurückgenommen werden.

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