Die US-Sängerinnen Beyoncé und Taylor Swift haben bei der 63. Verleihung der Grammys Musikgeschichte geschrieben. Beyoncé sicherte sich mit ihrem Hit „Black Parade“ den Preis für den besten R&B-Song – es ist ihr 28. Grammy. Das macht sie zur meistdekorierten Künstlerin in der Geschichte des wertvollsten Musikpreises. „Ich fühle mich so geehrt und bin so aufgeregt“, sagte die Sängerin, die dieses Mal insgesamt vier Auszeichnungen erhielt. Es sei eine „magische Nacht“. Bislang hatte die US-Bluegrass-Sängerin Alison Krauss mit ihren 27 Grammys den Rekord bei den Frauen gehalten.

Taylor Swift bei ihrem Auftritt bei der Grammy-Gala in Los Angeles

Swift gewann mit ihrem in der Corona-Quarantäne entstandenen Album „Folklore“ den Grammy für das Album des Jahres. Sie ist die einzige Sängerin, die diese begehrte Trophäe drei Mal gewinnen konnte. Das war mit Stevie Wonder, Paul Simon und Frank Sinatra bisher nur drei Männern gelungen.

Frauen räumen ab

Auch alle anderen Preise in den Königskategorien gingen bei der diesjährigen Gala an Frauen. Megan Thee Stallion, die insgesamt drei Auszeichnungen erhielt, darf sich zugutehalten, dass noch nie eine Rapperin für den besten Rap-Song geehrt wurde. Zum Auftakt der mehrstündigen Grammy-Gala war sie zudem als beste neue Künstlerin ausgezeichnet worden.

Megan Thee Stallion bei der Verleihung der Grammy Awards in Los Angeles

Die US-R&B-Sängerin H.E.R. wurde für ihren Song über Rassismus in den Vereinigten Staaten mit dem Grammy ausgezeichnet. Die 23-jährige Musikerin erhielt den begehrten Preis für den besten Song des Jahres. Das Stück „I Can’t Breathe“ („Ich kann nicht atmen“) entstand im Zuge der Proteste gegen Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA. Der Titel greift einen Satz des Afroamerikaners George Floyd auf, der durch Polizeigewalt getötet wurde. Der Ausspruch wurde zu einem Motto der Black-Lives-Matter-Bewegung.

Die Auszeichnung in der Kategorie Aufnahme des Jahres sicherte sich die 19-jährige…