Analyse

Startschuss ins Superwahljahr
Das kann ja was werden: vier Erkenntnisse nach den Landtagswahlen

Sehen Sie im Video: Was die Wahldebakel für die CDU im Bundestagswahlkampf bedeuten.

Die CDU ist der große Verlierer der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat das schlechte Abschneiden seiner Partei mit der Lage in den Ländern und der Maskenaffäre der Union begründet.
„Das ist heute kein guter Wahlabend für die CDU“, räumte Ziemiak am Sonntag in Berlin nach den schweren Verlusten der CDU ein. Es habe keine Wechselstimmung gegeben. In der Krise vertrauten die Menschen den Regierenden und den Regierungschefs. Insbesondere in Baden-Württemberg sei es ein ganz persönlicher Sieg von Winfried Kretschmann gewesen.
Das wirklich unanständige Verhalten und die Schamlosigkeit einzelner Abgeordneter habe zudem dafür gesorgt, dass den Wahlkämpfern ein straffer Wind ins Gesicht geblasen habe, sagte Ziemiak.
Zudem wachse in der Bevölkerung Unmut, Unverständnis und Ungeduld über das Corona-Krisenmanagement.
Für die Bundestagswahl sagte Ziemiak einen harten Wahlkampf voraus, bei dem die CDU für eine bürgerliche Koalition der Mitte kämpfen werde.
Für die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur zwischen CDU-Chef Armin Laschet und dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder spiele der Wahlausgang keine Rolle. Die Parteivorsitzenden würden zwischen Ostern und Pfingsten darüber miteinander sprechen.

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von Florian Schillat

15.03.2021, 18:14 Uhr

Nach den Wahlen ist vor den Wahlen, besonders im Superwahljahr 2021. Welche Schlüsse lassen sich also aus den Urnengängen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ziehen? 

1. Die CDU muss sich Sorgen machen

Der Satz trifft zu: „Das ist heute kein guter Wahlabend für die CDU“, sagte deren Generalsekretär Paul Ziemiak am Sonntagabend. Doch war selbst die Ersteinschätzung der Ergebnisse eine Untertreibung. Sowohl…