Familienplanung
Cindy Roleder nutzt die Verschiebung der Olympischen Spiele für ihren Kinderwunsch

Hürdensprinterin Cindy Roleder möchte auch bei den Olympischen Sommerspielen wieder an den Start gehen 

© Anke Waelischmiller/Sven Simon / Picture Alliance

von Anna-Sophie Schütz

15.03.2021, 13:23 Uhr

Wann ist im Profisport der perfekte Zeitpunkt, um schwanger zu werden? Wenn die Olympischen Spiele aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden – das war zumindest der Gedanke von Hürdensprinterin Cindy Roleder. Jetzt arbeitet die junge Mutter an ihrem sportlichen Comeback.

Als im vergangenen Jahr die Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio um ein Jahr bekanntgegeben wurde, war der Schock für viele Profisportler groß. Anders reagierte jedochCindy Roleder, Hürdensprinterin und Vize-Weltmeisterin von 2015. Für sie bot sich in der gewonnenen Zeit eine Chance: „Ich werde dieses Jahr keine Wettkämpfe bestreiten und das hat einen wunderschönen Grund“, verkündete die Sportlerin im Juli 2020 auf ihrem Instagram-Kanal. Sie und ihr Mann hatten die unerwartet freie Zeit genutzt und sich der Familienplanung gewidmet. Ein weiteres Jahr hatten sie nicht warten wollen. Timing war dabei alles: „Wenn es zügig funktioniert, dann kann man es schaffen, bis Tokio 2021 wieder fit zu sein – und zum Glück hat die Natur mitgespielt“, sagt Roleder gegenüber der „Bild“. Am 1. Januar 2021, sieben Monate vor der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele kam Roleders Tochter zur Welt.

Der Traum von Tokio

Für die Profisportlerin war die Entscheidung für ein Baby zu keinem Zeitpunkt eine Entscheidung gegen Tokio. Das große Ziel ihrer dritten Olympia-Teilnahme hatte die 31-Jährige auch während der Schwangerschaft fest im Blick: Sport gehörte bis zwei Tage vor der Geburt zu ihrer festen Routine. Während sie in den ersten drei Monaten ihrer Schwangerschaft noch…