Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kann nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ihre Ampelkoalition fortsetzen, die künftig eine komfortablere Mehrheit im Landtag haben wird. Das liegt vor allem an den Grünen: Sie gewannen Stimmen von Personen hinzu, die früher CDU oder SPD gewählt hatten. Die Sozialdemokraten wiederum konnten diese Abgänge ausgleichen – weil sie zusätzliche Stimmen ehemaliger CDU-Wählerinnen und -wähler bekamen.

Das geht aus der Analyse zur Wählerwanderung von Infratest dimap hervor. Das Wahlforschungsinstitut berechnet sie auf Grundlage eigener Befragungen, des vorläufigen Endergebnisses sowie weiterer amtlicher Statistiken. Die Werte sind eine grobe Schätzung dafür, wie viele Wählerinnen und Wähler eine Partei im Vergleich zur vorherigen Wahl halten konnte und wie viele zu und von anderen Parteien ab- oder zugewandert sind.

Vom Ampelkoalitionspartner FDP wechselten deutlich mehr Wählerinnen und Wähler zur CDU als umgekehrt. Die Christdemokraten wiederum verloren an die meisten anderen Parteien – neben SPD und Grünen vor allem an die Freien Wähler.

Die Freien Wähler sind erstmals im rheinland-pfälzischen Landtag vertreten. Sie jagten allen anderen Parteien Stimmen ab. Die AfD verlor in alle Richtungen, besonders stark an die Gruppe der Nichtwähler – von der sie vor fünf Jahren noch massiv profitiert hatte.

Bei den Personen, die zum ersten Mal wählen durften, wurden die Grünen stärkste Kraft. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen nach Altersgruppen, die ebenfalls auf den Befragungen des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap beruhen.

Grüne punkten bei jungen Wählern, SPD in allen Altersgruppen stärkste Kraft

Bei den Wählerinnen und Wählern zwischen 18 und 24 Jahren kamen die Grünen auf 21 Prozent. Die Partei liegt in dieser Altersgruppe damit hinter der SPD auf Rang zwei. Ein weiterer Blick auf das Wahlverhalten in verschiedenen Altersgruppen zeigt: Die Sozialdemokraten dominieren in allen Altersgruppen.

Auffällig…