So einen deutlichen Sieg hat es für die SPD lange nicht gegeben: Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz sind die Sozialdemokraten trotz Stimmenverlusten klar stärkste Partei, ein Erfolg für die Ministerpräsidentin Malu Dreyer. In einigen Wahlkreisen fällt das Ergebnis aber deutlicher aus als in anderen – und mancherorts dominiert auch die CDU.

Die regionale Analyse der Zweitstimmen zeigt, wo die Parteien in Rheinland-Pfalz Erfolge feierten und wo sie Niederlagen erlitten.

Ihre besten Ergebnisse erzielte die SPD in den Wahlkreisen Kusel, Kirn/Bad Sobernheim und Konz/Saarburg. Dort holten die Sozialdemokraten mehr als 40 Prozent der Zweitstimmen, etwa fünf bis sechs Prozentpunkte mehr als im Landesschnitt. Gerade die protestantisch geprägten Wahlkreise Kusel und Kirn/Bad Sobernheim gelten als SPD-Hochburgen, die Sozialdemokraten waren hier auch schon bei der Landtagswahl 2016 sehr erfolgreich.

Schwächer schneidet die SPD in katholisch geprägten Regionen im Norden des Bundeslandes ab. In Cochem-Zell, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Montabaur und Linz am Rhein/Rengsdorf wurde die CDU stärkste Kraft. Hier erhielten die Christdemokraten zwischen gut 34 und knapp 39 Prozent der Zweitstimmen, deutlich mehr als im Landesschnitt.

Aber: Bei der Landtagswahl vor 5 Jahren waren die Christdemokraten in dieser Region noch deutlich erfolgreicher. In Cochem-Zell verloren sie im Vergleich zu 2016 fast fünf Prozentpunkte, in Bad Neuenahr-Ahrweiler sogar mehr als sieben Prozentpunkte. Für die SPD ist Bad Neuenahr-Ahrweiler dagegen der Wahlkreis, in dem sie seit 2016 am deutlichsten zulegen konnte. Gleich dahinter folgt die Vulkaneifel. Auch sie war 2016 noch CDU-Hochburg, nun ist die SPD hier stärkste Kraft.

Während die CDU ihre Schwerpunkte im ländlichen Raum hat, erzielten die Grünen ihre besten Ergebnisse in den Städten. Im Wahlkreis Mainz I kamen sie auf mehr als 20 Prozent und gewannen erstmals in Rheinland-Pfalz ein Direktmandat. Deutlich über ihrem Landesschnitt liegen die…