IG Metall
NRW-Metallbranche: Tarifverhandlungen kommen nicht voran

Jörg Hofmann, Vorsitzender der IG Metall, bei einer Protestkundgebung der IG Metall vor dem Syntegon-Firmensitz in Crailsheim. Foto: Christoph Schmidt/dpa

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Es geht um 3,8 Millionen Beschäftigte. Doch die Verhandlungen über neue Tarife in der Metallbranche stecken fest. Schuldzuweisungen dafür hört man auf beiden Seiten.

Bei den Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen sind Arbeitgeber und IG Metall auch nach der fünften Verhandlungsrunde weit auseinander.

Beide Seiten machten sich am Montag gegenseitig für ausbleibende Fortschritte verantwortlich. Die Arbeitgeber hätten kein verbessertes materielles Angebot vorgelegt, kritisierte der NRW-Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler. Es sei bedauerlich, dass sie «immer noch die Taschen zuhalten».

Der Präsident von Metall NRW, Arndt G. Kirchhoff, erklärte: «Wenn die Gewerkschaft wirklich eine Einigung will, dann muss sie jetzt schleunigst ihre Politik der verschränkten Arme aufgeben.» Neben Unternehmen mit einer recht ordentlichen Auftragslage gebe es viele Firmen, die um ihre Existenz kämpften. Ein Tarifabschluss müsse deshalb «eine für alle Betriebe verkraftbare Antwort geben».

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten, von denen etwa 700.000 in NRW arbeiten, vier Prozent mehr Lohn – wo es in einem Betrieb schlecht läuft, auch in Form von Lohnausgleich bei einer auf vier Tage abgesenkten Arbeitszeit. Die Arbeitgeber haben in den regional geführten Verhandlungen bislang Lohnerhöhungen frühestens für das Jahr 2022 in Aussicht gestellt und automatische Abweichungen vom Tarifniveau für schwächere Betriebe gefordert.

Konstruktive Verhandlungen gibt es laut Gewerkschaft bei den Themen…