Elektromobilität
VW baut Netz eigener Batteriezellwerke in Europa auf

Europas größter Autokonzern Volkswagen baut in den kommenden Jahren mit Partnern ein Netz eigener Batteriezellfabriken auf. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

© dpa-infocom GmbH

VW will die Abhängigkeit von Zulieferern bei Batteriezellen brechen, bis 2030 entsteht ein Netzwerk interner Standorte. Und auch bei anderen Themen der Elektromobilität werden die Pläne konkreter.

Europas größter Autokonzern Volkswagen baut in den kommenden Jahren mit Partnern ein Netz eigener Batteriezellfabriken auf.

Neben der derzeit entstehenden Produktion in Salzgitter sollen fünf weitere Werke für eine Selbstversorgung mit der zentralen E-Technologie hinzukommen, wie Technikvorstand Thomas Schmall am Montag ankündigte. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh fordert für Deutschland noch einen zweiten Standort.

Die «Gigafabriken» könnten laut den Planungen bis 2030 Batteriezellen mit einem Gesamt-Energiegehalt von 240 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr herstellen. Die für Salzgitter bereits vorgesehene Kapazität wird dabei deutlich erweitert. Skellefteå in Nordschweden steht schon als zweiter Standort fest, auch hier kooperiert Volkswagen mit der Firma Northvolt. Vier weitere Werke sollen folgen – im Gespräch war zuletzt etwa eine mögliche Fertigung bei Seat in Spanien.

Der Auf- und Ausbau eigener Produktionskapazitäten bei Bauteilen für Elektromodelle ist in der Autobranche ein wesentliches Thema. Um die verschärften Klimaziele einhalten zu können, müssen die Hersteller mehr Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in die jeweilige Flotte bringen. Gleichzeitig gibt es Engpässe bei den nötigen Batteriezellen – und eine erhebliche Abhängigkeit von Zulieferern vor allem aus Asien.

Die von VW angekündigten Investitionen gelten auch als Antwort auf die Pläne des US-Rivalen…