Corona-Jahr
Salzgitter kann Verlust begrenzen – Umsatz bricht ein

Ein Mitarbeiter schaufelt im Stahlwerk der Salzgitter AG Sand in eine Abstichrinne am Hochofen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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«Wirtschaftliche Verwerfungen» im Corona-Jahr haben auch dem Stahl-Konzern Salzgitter zu schaffen gemacht. Dennoch gelingt es dem Unternehmen, wichtige Projekte auf den Weg zu bringen.

Der Salzgitter-Konzern hat die eingebrochene Stahlnachfrage im vergangenen Jahr deutlich zu spüren bekommen, die Verluste im laufenden Geschäft aber etwas eindämmen können.

Vor Steuern stand für 2020 am Ende ein Minus von rund 196 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag berichtete. Im Jahr zuvor hatte der Fehlbetrag noch bei 253 Millionen Euro gelegen. Der Umsatz rutschte derweil von mehr als 8,5 Milliarden auf gut 7,1 Milliarden Euro ab.

Deutschlands zweitgrößter Stahlhersteller nach Thyssenkrupp verwies dabei auf die coronabedingten «wirtschaftlichen Verwerfungen». Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann sprach von einer Ausnahmesituation. Es sei jedoch gelungen, die Finanzierung weiter abzusichern und wichtige Projekte wie den Beginn der Produktion mit Hilfe von Wasserstoff anzuschieben. «Das Geschäftsjahr 2020 war somit kein verlorenes Jahr.» Das Nettoergebnis verschlechterte sich allerdings weiter von minus 237 auf minus 274 Millionen Euro – als Grund wurde unter anderem eine Nachzahlung von Kapitalertragsteuer genannt, die Salzgitter anficht.

dpa

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