Zum Auftakt des Superwahljahrs hat die CDU bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg historisch schlechte Ergebnisse eingefahren. Nun hat sich Parteichef Armin Laschet erstmals zum Wahldebakel geäußert. »Das Wahlergebnis ist für die CDU enttäuschend«, sagte er bei einer Pressekonferenz.

Der CDU-Chef äußert sich auch zu den Gründen für das schlechte Abschneiden seiner Partei. Die Coronakrise belaste alle Menschen. »Beim Management der Krise müssen wir besser werden«, sagte Laschet bei einer Pressekonferenz.

Etwas Positives konnte er dem Wahlergebnis dennoch abgewinnen. »Die AfD ist auf dem absteigenden Ast«, sagte Laschet. Populisten dürften kein Einfluss auf die Politik haben, so der CDU-Chef weiter. Zudem gratulierte er den Wahlsiegern Malu Dreyer (SPD) in Rheinland-Pfalz und Winfried Kretschmann (Grüne) in Baden-Württemberg.

Laschet spricht über »persönliche Verfehlungen« in den Reihen der CDU

Laschet äußerte sich auch über die jüngsten Fälle von Korruption in den Reihen der CDU. Bei den kurz vor den Wahlen bekannt gewordenen »persönlichen Verfehlungen« hätte man schnell reagiert. »Innerhalb von 48 Stunden habe ein Abgeordneter sein Amt niederlegen müssen.« Die CDU habe hier ganz klar Grenzen aufgezeigt.

Sechs Monate vor der Bundestagswahl hat die CDU am Sonntag in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz so schlecht abgeschnitten wie nie. In Südwesten war die bisher mitregierende CDU in ihrer einstigen Hochburg auf das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte gestürzt. Sie erreichte nur noch 24,1 Prozent, 2,9 Prozentpunkte weniger als 2016. In Rheinland-Pfalz rutschte sie von 31,8 auf 27,7 Prozent ab – auch dies war das historisch schlechteste Resultat im Land.

Zuvor hatte sich bereits Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zum Wahlausgang in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg geäußert. Er hält die schlechten Ergebnisse der Schwesterpartei für einen »schweren Schlag ins Herz der Union«.

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