In Rheinland-Pfalz bleibt die SPD stärkste Kraft. Die Partei von Regierungschefin Malu Dreyer bekam bei der Landtagswahl laut ersten Hochrechnungen rund 36 Prozent der Stimmen. Sie schneidet damit praktisch genauso gut ab wie vor fünf Jahren und liegt deutlich vor allen anderen Parteien. (Unsere Blitzanalyse lesen Sie hier.)

Die Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP wird damit voraussichtlich weiterregieren. »Ich habe nie einen Zweifel daran gelassen, dass das Regierungsbündnis ein tolles war und dass ich mich auch freue, wenn es weitergeht«, sagte Dreyer am Wahlabend.

Welche Wählerwanderungen führten zu diesem Ergebnis? Wer rang der Konkurrenz Stimmen ab? Der Überblick.

Die SPD gewann 19.000 Wähler von der Union und 4000 von der AfD. Das geht aus einer Analyse der vorläufigen Wählerwanderung von Infratest dimap für die ARD hervor. Dem stehen 8000 Stimmen gegenüber, die die Sozialdemokraten an die Grünen verloren, sowie jeweils 4000 Stimmen, die von ehemaligen SPD-Wählerinnen und -Wählern an die FDP und an andere Parteien gingen. Hinzu kommt: 31.000 Menschen, die früher SPD wählten, stimmten nun nicht ab.

Die Gruppe der Nichtwähler war auch bei jenen groß, die in der Vergangenheit für die CDU gestimmt hatten: 54.000 frühere CDU-Wählerinnen und -Wähler blieben in diesem Jahr zu Hause. Die Christdemokraten konnten nur 8000 Stimmen von der FDP gewinnen. Im Übrigen verloren sie an alle anderen Parteien.

Die AfD konnte allein 3000 frühere CDU-Wähler hinzugewinnen. Im Übrigen verlor die Partei in alle Richtungen: je 4000 Stimmen an SPD und FDP und sogar 2000 an die Grünen. 42.000 Personen, die früher für die AfD gestimmt hatten, nutzten ihr Stimmrecht dieses Mal nicht.

Die Grünen gewannen 9000 Stimmen von der CDU und 8000 Stimmen von der SPD. Der FDP und der AfD jagten sie je 2000 Stimmen ab. 4000 Personen, die vor fünf Jahren noch grün gewählt hatten, wählten diesmal nicht. 2000 Stimmen verloren die Grünen an andere Parteien.

Die FDP…