Das ist ein seltener Anblick in der Fußball-Bundesliga der Frauen: Bayer Leverkusen hat sich nach 23 Punkten aus 14 Spielen auf Platz vier vorgearbeitet. Am Wochenende gelang ein souveräner und beeindruckender 4:2-Sieg gegen die Geburtstagskinder von Turbine Potsdam, auch dank eines Hattricks von Top-Torjägerin Milena Nikolić, die nun zehn Tore in 13 Partien erzielt hat.

Während Bayer Leverkusen im Männerfußball schon längst ein großer Name ist, konnten die Frauen bisher noch nicht an diese Erfolge anknüpfen. Die Frauenabteilung gibt es seit 2008 nach der Übernahme des benachbarten Sportvereins TuS Köln. Bis 2018 dauerte es dann, bis die Mannschaft in die Bundesliga kam, wo sie bislang eher gegen den Abstieg als um die Top-Plätze kämpfte.

Doch jetzt will Bayer 04 höher hinaus: Trainer Achim Feifel gab kürzlich den sechsten Platz als Ziel aus. Was hat sich also geändert?

Zum einen sind die meisten Schlüsselspielerinnen im Verein geblieben, so dass man keinen Qualitätsverlust kompensieren musste. Stattdessen kamen mit Verena Wieder, Nina Brüggemann und Victoria Pinther bundesligaerfahrende Spielerinnen hinzu. Und auch die Mischung aus Talent und Erfahrung scheint zu stimmen: Kristin Kögel, die aus der zweiten Mannschaft von Bayern München kam, hat sich schnell eingelebt und macht Hoffnung für die Zukunft.

Zum anderen hat Leverkusen in das Athletik- und Konditionstraining investiert und einen hauptamtlichen Athletiktrainer eingestellt. „Das zahlt sich jetzt richtig aus“, sagt Trainer Feifel auf der Vereinshomepage und fügt hinzu: „Die Entwicklung im technisch-taktischen Bereich und in der Variabilität ist der nächste Schritt. Wir haben schon gezeigt, dass wir auch in Zukunft mit viel Ballbesitz spielen wollen. Das bedeutet aber auch, dass wir in einer gewissen körperlichen Verfassung sein müssen.“

Die wird am kommenden Wochenende beim Tabellenzweiten Wolfsburg sicherlich wieder auf die Probe gestellt werden.

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