Warum ist der Himmel blau? Warum kippt mein Fahrrad beim Fahren nicht um? Was tun, damit mein Papa nicht raucht? Es gibt viele Wunder auf dieser Welt und mindestens ebenso viele Fragen. Antworten und Erklärungen aber liefert bis heute eine orangefarbene Maus: Die ″Sendung mit der Maus“, längst ein Klassiker des Deutschen Fernsehens, feiert am diesem Sonntag Geburtstag. 

„Wir recherchieren sehr gründlich und versuchen, aus den Ergebnissen eine Geschichte zu bauen, die die Leute mitnimmt“, sagt Armin Maiwald, einer der geistigen Väter der Maus, im Gespräch mit der Agentur teleschau. Gemeinsam mit anderen, darunter die Illustratorin Isolde Schmitt-Menzel und der Zeichentrickfilmer Friedrich Streich, hat der heute 81-Jährige 1970 die „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“ entwickelt. Am 7. März 1971 flimmerte die erste Folge über die Bildschirme, wenig später erhielt das Format seinen heutigen Namen: „Die Sendung mit der Maus“.

Die Maus mit ihrem Schöpfer, dem Kölner Filmemacher Armin Maiwald

Warum sind Eier oval?

Alles begann mit Erklärfilmen, darüber, warum Brötchen aufgehen oder Eier oval sind. Von Anfang an spürte die Maus den Dingen des täglichen Lebens nach und fragte nach Herkunft, Machart oder Beschaffenheit. Nicht selten eine Reise ins Unbekannte: Technische Themen knöpfte sich der freundliche Nager ebenso vor wie ökologische Fragen oder Philosophisches. „Aber manchmal machen wir auch einfach nur Quatsch“, sagt Maiwald, dessen Erklär-Stimme noch heute in jeder Sendung aus dem Off zu hören ist. „Zum Beispiel, als wir die Fußballbegriffe wirklich wörtlich genommen haben. Das war ein Riesenknaller!“

Für viele Deutsche ist Maiwald deshalb ein Kindheitsheld. „Im Laufe der Jahre hat sich die ‚Die Sendung mit der Maus‘ zur Familiensendung entwickelt“, sagt WDR-Redakteurin Heike Sistig im DW-Gespräch. „In der Redaktion legen wir schon Wert darauf, dass die Beiträge auch immer eine Ebene für Erwachsene haben.“ Kaum zu glauben, dass die…