Das Impfen in Deutschland läuft weiter schleppend und die Infektionszahlen stagnieren, während die ersten Lockerungen anlaufen. Was nun helfen soll: frühere Impfungen von Schul- und Kitapersonal. Diesen Bereichen gibt die Bundesregierung bei ihren Öffnungsplänen oberste Priorität. In machen Bundesländern läuft der Betrieb schon wieder. Deshalb soll hier nun auch das Impfen schneller gehen.

Die ersten Bundesländer haben bereits angefangen, am Freitag ging es in Mecklenburg-Vorpommern los. Am Freitag waren einige hundert Beschäftigte aus Grundschulen und Kitas dran, viele weitere sollen folgen. Möglich macht das eine Änderung der Impfverordnung, die seit Dienstag gilt und diese Menschen in die zweite Impfgruppe hochgestuft hat.

Kathy Wienecke, Erzieherin und Kita-Leiterin:
»Ich muss sagen, man geht entspannter an die ganze Situation. Wir alle sind auch Eltern und haben natürlich auch Angst um unsere Kinder, haben Angst, sie selber anzustecken, haben Angst vor einem schweren Krankheitsverlauf.«

Sie alle bekommen den Impfstoff von AstraZeneca. Dagegen gab es in den vergangenen Wochen viel Skepsis, weil er offenbar etwas weniger wirksam ist als andere. Zahlreiche Menschen schlugen den Impfstoff aus, so blieben viele Dosen einfach liegen, während das Impftempo viel zu langsam ist. War auch die Kita-Leiterin skeptisch?

Kathy Wienecke, Erzieherin und Kita-Leiterin:
„Am Anfang ja, weil man verfolgt ja die Medien und einiges wurde ja in den Medien so berichtet, dass es so ein bisschen schwammig ist, ne, dass es so ein Impfstoff zweiter Klasse ist. Und auch da kamen wir wieder mit den Ärzten ins Gespräch und die haben uns total beruhigt, haben uns super aufgeklärt. Aber auch von der Diakonie bekamen wir auch Aufklärungsbögen, wo wir gesagt haben, natürlich lassen wir uns impfen.“

Ein Grund, warum Lehrerinnen und Lehrer schon jetzt drankamen: Bisher gab es von der Ständigen Impfkommission keine Empfehlung, den AstraZeneca-Impfstoff auch älteren Menschen zu geben – weil noch…