Mehr Nebenwirkungen gemeldet
PEI-Sicherheitsbericht: Keine Bedenken bei Astrazeneca

Eine Ärztin zeigt eine Ampulle mit dem Impfstoff Astrazeneca. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

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Für den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca melden mehr Menschen Nebenwirkungen als für die beiden anderen in Deutschland eingesetzten Vakzine. Das muss allerdings nicht am Impfstoff selbst liegen.

Das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hält den Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca für ebenso gut wie die Vakzine von Biontech/Pfizer und Moderna.

Allerdings würden für den Vektorimpfstoff mehr Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet als für die beiden mRNA-Impfstoffe, berichtete das Institut in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Sicherheitsbericht.

Die Melderate unerwünschter Reaktionen sei bei Astrazeneca «vergleichsweise höher», berichtete das PEI. Daraus könne aber «nicht zwangsläufig auf eine höhere Reaktogenität des Impfstoffes geschlossen werden, da die erhöhte Melderate auch mit der erhöhten medialen Aufmerksamkeit für den Impfstoff und den unterschiedlichen Altersgruppen der geimpften Personen zusammenhängen könnte».

Zudem seien viele Meldungen als «gefühlt schwerwiegend» gemeldet worden, obwohl es sich beispielsweise nur um vorübergehendes Fieber gehandelt habe. In Großbritannien etwa gibt es dem PEI zufolge keinen großen Unterschied bei den gemeldeten Nebenwirkungen der unterschiedlichen Impfstoffe.

Die unerwünschten Reaktionen nach einer Impfung mit einem der drei Produkte seien «vor allem vorübergehende Lokalreaktionen und Allgemeinreaktionen», berichtet das PEI. Diese seien auch in den klinischen Prüfungen vor der Zulassung berichtet worden. Bei Astrazeneca seien vor allem Fieber, Schüttelfrost und grippeähnliche Beschwerden gemeldet…