Mutprobe von 1959
Jahrhundertstunt – Pilot tauchte mit seinem B47 Atombomber unter einer Brücke durch

Von dem Flug gibt es leider keine Fotos.

© US Air Force / Commons

Captain John Lappo war einer der besten Flieger seiner Generation. 1959 tauchte er mit seinem Bomber unter einer Brücke durch. Er wurde verraten und durfte nie wieder fliegen. Aber er sagt, es habe sich gelohnt, das Gefühl dabei war „berauschend“.

Im Frühjahr vor sechzig Jahren konnten die Anwohner der Mackinac Bridge in Michigan nur staunen: Über dem Wasser tauchte ein gewaltiger sechsmotoriger Atombomber der Air Force auf. Die B-47 hielt genau auf die Brücke zu und tauchte unter ihr durch. Fliegerisch war das eine gewaltige Leistung – zwischen Brücke und Wasser sind nur etwa 45 Meter und die reine Höhe der B-47 lag schon bei 8,5 Metern. Der kleinste Fehler mit der schwerfälligen Maschine hätte zur Katastrophe geführt.

Nach Angaben des Militärportals „Task & Purpose“ war die B-47 zudem nicht gerade ein sicheres Flugzeug. Zehn Prozent der gebauten Maschinen stürzten ab, das sind 203 Flugzeuge. Dabei starben 464 Männer. Doch Captain John S. Lappo war nicht irgendein Pilot. Der 39-Jährige war ein hochdekorierter Offizier, der 15 Jahre lang im Cockpit saß und auf 5700 Stunden Flugerfahrung zurückblicken konnte. Seine Laufbahn begann gegen Ende des Zweiten Weltkrieges. 1948 quittierter er den Dienst, wurde aber 1951 wegen des Koreakrieges wieder eingezogen. Er flog 28 Bombardements über Nordkorea in einer B-29.

Genau so berühmt ist dieses Bild: Eine Mig taucht in Sibirien unter einer Brücke durch. Doch leider ist es eine Montage.

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Kampfeinsätze über Korea

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