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„Die Stunde Null“
Hoffnung auf Schnelltests: „Wenn man es zweimal gemacht hat, ist das Alltag“

Schnellteststation am Flughafen Berlin Brandenburg 

© John Macdougall / AFP

Kostenlose Schnelltest für alle sollen helfen, wieder ein halbwegs normales Leben zu führen. Doch wie realistisch ist das? Volkmar Weckesser, CIO beim Testhersteller Centogene erzählt von Modellprojekten und das Leben mit Tests im Alltag – warnt aber auch vor falscher Sicherheit

Wie beim Impfen läuft auch die Einführung von kostenlosen Schnelltests für alle Bürger stockend. Namhafte Hersteller dämpfen deshalb die Erwartungen: „Um das Infektionsgeschehen wirklich zu kontrollieren, sind die Tests, die wir heute haben, bei weitem nicht ausreichend,“ sagte Volkmar Weckesser, CIO beim Rostocker Biontech-Unternehmen Centogene im Podcast „Die Stunde Null“. „Von einer oder anderthalb Millionen Tests am Tag sind wir weit entfernt.“

Weckesser machte allerdings Hoffnung, dass Tests in den Alltag integriert werden können. Centogene habe mehrere Modellprojekte und Studien an Flughäfen, in Schulen und Kitas sowie in Unternehmen gemacht. Gerade rollt das Unternehmen ein Projekt an allen Rostocker Schulen aus.

„Wir haben inzwischen fast über 50.000 Tests mit Schülern gemacht, die das alle problemlos mitmachen,“ sagt Weckesser. „Wenn man es zwei, dreimal gemacht hat, ist es in den Alltag voll integriert.“ Auch bei einem Projekt mit einem Kindergarten habe es „sehr positives Feedback von den Eltern gegeben, weil sie das Gefühl hatten, ihre Kinder mit der entsprechenden Sicherheit in den Kindergarten geben zu können.“

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