Das Flugtaxi-Startup Volocopter erhält eine Finanzspritze: In einer neuen Finanzierungsrunde hat das Unternehmen aus Bruchsal bei Karlsruhe insgesamt 200 Millionen Euro bei Investoren eingesammelt. Mit dem Geld solle die Zulassung des elektrischen Flugtaxis für Städte namens »VoloCity« beschleunigt werden, so das Unternehmen.

»Durch unsere Partnerschaften können wir auf die notwendige Expertise zurückgreifen, um in den nächsten Jahren die ersten Strecken zu eröffnen«, sagte Firmenchef Florian Reuter. Angaben zur Firmenbewertung wurden nicht gemacht. Der Flugtaxi-Entwickler Lilium aus München wird inzwischen mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet.

Bisher war Volocopter mit insgesamt 122 Millionen Euro finanziert. Alle bestehenden Investoren wie unter anderem die Logistiktochter der Deutschen Bahn, Intel, Daimler und Geely beteiligten sich an der neuen Finanzierungsrunde. Neu an Bord sind unter anderem der Automobilzulieferer Continental, der Vermögensverwalter BlackRock und der italienische Infrastrukturbetreiber Atlantia.

Volocopter entwickelt ebenso wie der deutsche Konkurrent Lilium elektrisch angetriebene Flugtaxis, mit denen Passagiere Staus auf den Straßen ausweichen und so schnell ihr Ziel erreichen sollen. Das zehn Jahre alte Unternehmen gilt als Vorreiter und will innerhalb der nächsten zwei Jahre die ersten kommerziellen Flugtaxistrecken bestreiten. Die Volocopter-Ingenieure arbeiten auch an einer Logistikdrohne.

Kostspieliger Wettbewerb

Inzwischen liefern sich Firmen rund um den Globus ein kostspieliges Rennen um das erste kommerzielle Flugtaxi-Angebot. Dabei wetteifern neben Volocopter, Joby oder Lilium auch bekannte Namen wie Airbus oder Volkswagen miteinander.

Inzwischen hält auch die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA den Einsatz von Drohnen und Flugtaxis bis Mitte des Jahrzehnts für realistisch. Das Potenzial schätzen die Analysten von Morgan Stanley als riesig ein. Demnach könnte der Markt für elektrische Flugtaxis, die Waren…