Der Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad im Irak ist Ziel eines Raketenangriffs geworden. Mindestens zehn Geschosse sind auf der Militärbasis eingeschlagen. Der Raketenangriff werde von den irakischen Sicherheitskräften untersucht, teilte ein US-Militärsprecher mit.

Der Stützpunkt beherbergt irakische Streitkräfte sowie Truppen der US-geführten Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS). Die USA machten keine Angaben zu möglichen Opfern. Irakische Sicherheitskräfte sprachen von »keinen nennenswerten Opfern«.

Auch die norwegische Armee teilte mit, unter den etwa 30 dort stationierten norwegischen Soldaten habe es keine Verletzten gegeben. Alle von ihnen seien in Sicherheit, erklärte eine Sprecherin Angaben der norwegischen Nachrichtenagentur NTB zufolge.

Raketenangriffe nahmen zuletzt wieder zu

Seit Herbst 2019 wurden im Irak Dutzende Raketen- und Bombenangriffe auf Botschaften, Truppen und Einrichtungen westlicher Länder verübt. Nachdem seit einem Waffenstillstand im Oktober relative Ruhe herrschte, nahmen in den vergangenen drei Wochen die Raketenangriffe wieder zu. Zuletzt hatte es auch vermehrt Angriffe auf Stützpunkte der Koalition für den Kampf gegen den IS gegeben.

Mitte Februar starb ein ziviler Militärmitarbeiter in Diensten der US-Armee bei einem Anschlag auf einen Luftwaffenstützpunkt im Nordirak. Außerdem wurden Raketen auf die US-Botschaft in Bagdad abgefeuert. Bei einem Raketenangriff auf die nordirakische Stadt Arbil wurde im Februar ein ziviler Auftragnehmer der internationalen Militärkoalition getötet.

Im Verdacht stehen Milizen, die eng mit Iran verbunden sind. Sie fordern den Abzug der US-Truppen aus dem Irak. Die US-Luftwaffe flog als Reaktion auf den Beschuss in Arbil Luftangriffe auf die Milizen im Osten Syrien. Am Freitag beginnt Papst Franziskus einen mehrtägigen Besuch im Irak.

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