Der AfD-Außenpolitiker Roland Hartwig ist der neueste Fall eines Bundestagsabgeordneten, der sich mit Corona infiziert hat. In der Folge seiner Infektion mussten sich die Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses testen lassen.

Auch andere AfD-Abgeordnete ließen sich vorsichtshalber testen, so der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Bernd Baumann. Dessen Ergebnis sei gestern bereits negativ ausgefallen, erklärte ein Fraktionssprecher. Die Co-Fraktionschefin Alice Weidel wartete am Mittwoch noch auf ihr Ergebnis.

Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Pandemie vor rund einem Jahr nach Angaben der AfD-Fraktionspressestelle sieben ihrer derzeit 88 Abgeordneten mit dem Virus infiziert. Im Falle des baden-württembergischen Abgeordneten Thomas Seitz verlief die Erkrankung schwerer, zeitweise lag er in einer Klinik.

Seitz hatte nach dem Ende der Erkrankung für Schlagzeilen gesorgt: Zwar beteuerte er, nie die Existenz des Sars-CoV-2-Virus noch die Gefährlichkeit der Covid-19-Erkrankung in Abrede gestellt zu haben, aber er sei weiterhin der Auffassung, »dass bislang keine pandemische Lage vorliegt«. Er halte die staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen für unangemessen. Eine Linie, die sich bei vielen AfD-Abgeordneten wiederfindet.