Waschprogramme
25 Grad genügen – das machen wir beim Wäschewaschen alle falsch

Auch kurze Waschprogramme sind sauber und hygienisch.

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von Gernot Kramper

03.03.2021, 16:56 Uhr

Waschmaschinen spülen jede Menge Mikrofasern ins Meer. Britische Forscher empfehlen, nur 30 Minuten mit 25 Grad zu waschen. Moderne Waschmittel machen die Wäsche auch dann sauber, bestätigt ein Waschmittelhersteller.

Programme von Waschmaschinen verändern das Waschergebnis je nach Temperatur, Dauer und Bewegung der Trommel. Dabei sollen sie verschiedene Ziele erreichen, die sich häufig widersprechen. Die Maschine sollte möglichst wenig Wasser und Strom verbrauchen, sonst droht eine Runterstufung im Verbrauchsranking. Wegen der Belastung des Abwassers muss die Maschine auch mit dem Waschmittel sparsam umgehen. Dennoch soll die Wäsche makellos sauber werden und nicht zu sehr strapaziert werden.

Als wäre das nicht schon kompliziert genug, ist in den letzten Jahren ein neues Problem in Bewusstsein gedrungen: die Mikrofasern. Denn ein guter Teil der kleinen Partikel stammt aus der Wäsche. Durch die Belastung beim Waschen lösen sich die Teilchen und geraten dann zuerst ins Abwasser und schließlich ins Meer.

Kürzer ist besser

Experten der Universität Leeds und des Waschmittelgiganten Proctor & Gamble haben eine Studie veröffentlicht, die untersucht, wie man nachhaltiger waschen könnte. Der Schlüssel dazu sei ein schonender Waschgang, sagt die Hauptautorin Lucy Cotton von der Universität Leeds. Schnell weggeworfene Fast Fashion belaste die Umwelt immer stärker. Junge Konsumenten werfen Kleidungsstücke weg, wenn sie nicht mehr wie neu aussehen. Und das geschieht sehr schnell. „Wir wissen, dass Verbraucher behaupten, ihre Kleidung würde nach weniger als fünf Waschgängen ihre Passform, Weichheit und Farbe verlieren.“ Das bedeutete, dass sie…