Entwurf
Bund und Länder wollen Corona-Lockdown verlängern – aber mit Ausnahmen

Bund und Länder wollen das Land bis Ostern im Lockdown lassen – allerdings steuern sie auf eine teilweise Lockerung der Kontaktbeschränkungen und eine schrittweise Öffnung verschiedener Bereiche wie Handel, Kultur und Sport zu. Diese Informationen gehen aus einem Reuters am Dienstag vorliegenden Entwurf für die Beratungen am Mittwoch hervor, der einen möglichem Stufenplan beschreibt. Buchläden und Gartenmärkte würden demnach bundesweit öffnen. Zudem würden sich ab Montag mehr Menschen treffen dürfen. Die Möglichkeit zu privaten Zusammenkünften mit Freunden, Verwandten und Bekannten, so heißt es, werde demnach ab dem 8. März wieder erweitert: Es seien nunmehr private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich, jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Kinder bis 14 Jahre würden dabei nicht mitgezählt, heißt es in dem Entwurf des Kanzleramts nach Absprachen mit Bayern und Berlin sowie Finanzminister Olaf Scholz. Als weitere Öffnungsschritte werden zunächst Teile des Einzelhandels und Fahrschulen genannt. Weitere Öffnungen von Bereichen würden wieder an die Einhaltung einer Inzidenz von 35 geknüpft. Dies betrifft etwa Bereiche wie Museen oder Individualsport. Begleitet werden soll dies durch eine starke Ausweitung der Impfkampagne und der Testkapazitäten. Allen würden ein oder zwei kostenlose Schnelltests pro Woche angeboten. Erst als weiterer Öffnungsschritt wird dann die Öffnung der Außengastronomie genannt, wenn die Inzidenz von 35 weiter eingehalten wird. Dies gilt nach Angaben aus Verhandlungskreisen als umstritten. Wo es keine Ausnahmen gebe, sollten die Lockdown-Beschränkungen aber bis zum 28. März verlängert werden. Merkel und die 16 MinisterpräsidentInnen wollen am Mittwoch über den weiteren Corona-Kurs entscheiden.

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