Bilanzzahlen
Autovermieter Sixt mit 2 Millionen Euro Jahresgewinn

Deutschlands größte Autovermietung Sixt hat auch im Corona-Krisenjahr 2020 einen kleinen Gewinn erwirtschaftet. Foto: Sina Schuldt/dpa

© dpa-infocom GmbH

Die Konkurrenz schreibt tiefrote Zahlen, Sixt schlägt sich besser. Der Firmenpatriarch betont die Rolle seiner Söhne dabei, die bald seine Nachfolge antreten. Und legt die Hürde schon mal sehr hoch.

Deutschlands größte Autovermietung Sixt hat auch im Corona-Krisenjahr 2020 einen kleinen Gewinn erwirtschaftet und dem scheidenden Vorstandschef Erich Sixt damit die größte Freude gemacht.

«Ich möchte nicht nach 50 Jahren abtreten und im letzten Jahr noch einen Verlust verzeichnen», sagte der 76-Jährige Firmenpatriarch am Dienstag in Pullach: «Dieser Makel» sei ihm erspart geblieben. Seine Söhne Alexander und Konstantin, die ihn im Juni als gemeinsame Vorstandschefs ablösen, würden den Konzern jetzt zu neuen Ufern führen.

Reisebeschränkungen und Lockdowns hatten den Konzernumsatz von 2,5 auf 1,5 Milliarden Euro einbrechen lassen. Obwohl Sixt seine Autoflotte um ein Viertel verkleinerte, 1200 Stellen abbaute und viele Mitarbeiter in Kurzarbeit schickte, rutschte das Konzernergebnis vor Steuern mit minus 81,5 Millionen Euro in die roten Zahlen. Aber durch den Verkauf des Leasinggeschäfts stand unter dem Strich doch noch ein Gewinn von 2 Millionen Euro nach Steuern.

Verglichen mit den Milliardenverlusten zweier großer Wettbewerber aber ein «sehr gutes Ergebnis», zu dem «meine Söhne einen entscheidenden Beitrag geliefert haben», betonte Erich Sixt. Beide sind seit 2015 im Vorstand: der 41-jährige Alexander Sixt als Verantwortlicher für Strategie, Einkauf und Personal, sein 38-jähriger Bruder Konstantin als Vertriebschef. «Sie bringen neuen Schwung in das Unternehmen, besonders auf der digitalen Seite», sagte Erich Sixt.