Der Aufstiegsbonus ist aufgebraucht. Uwe Neuhaus, der Arminia Bielefeld in der vergangenen Saison von der 2. Liga zurück in die Bundesliga geführt hatte, muss gehen. Das beschlossen nach übereinstimmenden Medienberichten die Verantwortlichen des Klubs und zogen damit die Konsequenz aus der sportlichen Talfahrt: Aus den letzten fünf Spielen hatten die Bielefelder nur einen Punkt mitgenommen und waren in der Tabelle auf den Relegationsplatz 16 abgerutscht. In den letzten drei Spielen hatte der Aufsteiger jeweils mindestens drei Gegentreffer kassiert. 

Nach dem 0:3 bei Borussia Dortmund am Samstag hatte sich Neuhaus noch gewohnt gelassen gegeben. Die Diskussion um ihn habe „schon länger Fahrt aufgenommen“, sagte der 61-Jährige. „Das ist ja fast durchgängig so gewesen. Ich mache mir meine Gedanken ausschließlich über die Trainingsarbeit.“ 

Uwe Neuhaus war 2018 nach drei Jahren bei Dynamo Dresden nach Bielefeld gewechselt. Im Sommer 2020 hatte er mit der Arminia das Bundesliga-Comeback nach elfjähriger Abstinenz geschafft. Deshalb war Neuhaus bei den Fans des Klubs sehr beliebt. Viele machten ihrer Wut über die Entlassung des Trainers auf den sozialen Netzwerken Luft. 

sn/asz (dpa, sid)