Die US-Arzneimittelbehörde FDA gab die Notfallzulassung des Vakzins von Johnson & Johnson (J&J) bekannt. Damit ist – nach den Impfstoffen in den des Mainzer Pharma-Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer sowie des US-Pharma-Unternehmens Moderna – nun ein dritter Corona-Impfstoff in den Vereinigten Staaten bedingt zugelassen. Es handelt sich um das erste Präparat, bei dem eine einmalige Impfung ausreichen soll.Zudem muss das Präparat nicht tiefgefroren gelagert werden, was die Verteilung erleichtert.

Ende Januar hatte Johnson & Johnson ein Zwischenergebnis seiner Phase-III-Studie mit rund 44.000 Probanden bekanntgegeben, demzufolge der Impfstoff vier Wochen nach Verabreichung einen 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren COVID-19- Krankheitsverläufen bietet. Die Wirksamkeit gegen schwere Erkrankungen wurde mit 85 Prozent angegeben. Die Prozentzahlen bedeuten, dass es in der geimpften Probandengruppe entsprechend weniger Fälle gab als in der Placebo-Probandengruppe. Bei einigen Konkurrenzprodukten ist die Wirksamkeit nach bisherigen Studienergebnissen allerdings höher. Die Studien sind jedoch nur bedingt vergleichbar.

US-Präsident Joe Biden hat die Notfallzulassung für den Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson als wichtige Etappe bei der Bewältigung der Pandemie begrüßt. Dies sei aber kein Grund zur Entwarnung, auch wenn es „Licht am Ende des Tunnels“ gebe. Entscheidend sei, schnellstmöglich so viele Menschen wie möglich zu impfen und Abstands- und Hygieneregeln weiterhin einzuhalten.

Zulassung von J&J in der EU wahrscheinlich im März

Für die Europäische Union will die Arzneimittelbehörde EMA bis Mitte März über eine bedingte Marktzulassung entscheiden. In Großbritannien will die dortige Arzneimittelbehörde nach Informationen der Zeitung Telegraph „sehr wahrscheinlich“ in der kommenden Woche mit dem offiziellen Zulassungsprozess des Impfstoffs von Johnson & Johnson beginnen. Die Zeitung beruft sich auf einen Regierungsvertreter. Als…