Die Chancen auf den Verbleib in der 1. Bundesliga sind auf ein Minimum gesunken. Das machte nicht zuletzt die 1:5 Niederlage in Stuttgart am Samstag deutlich. Jetzt zieht der Gelsenkirchener Verein die Reißleine und entlässt Trainer Christian Gross und Sportchef Jochen Schneider. Neben Gross und Schneider wurden nach übereinstimmenden Medienberichten auch Sascha Riether, der Lizenzspieler-Koordinator, und Athletik-Coach Werner Leuthard geschasst.

Spielerrevolte

Schon vor der Partie hatten Medienberichte für Unruhe gesorgt, denen zufolge einige Spieler bei Schneider auf die Ablösung des Schweizer Fußballlehrers gedrängt haben sollen. Schneider hatte dies zunächst abgelehnt. Auch Gross schloss nach der Pleite in Stuttgart einen Rücktritt aus. „Für mich gibt es kein Aufgeben, nie“, sagte der 66-Jährige.

Keine Chance für die Königsblauen in Suttgart – am Ende verlieren sie 1:5

Gross war kurz nach Weihnachten als vierter Schalke-Coach in dieser Saison vorgestellt worden. Schon nach dem zweiten Spieltag hatten sich die Königsblauen von David Wagner getrennt. Manuel Baum konnte den Absturz der Schalker ebenfalls nicht stoppen und wurde im Dezember von Interimslösung Huub Stevens ersetzt, ehe Gross übernahm.

Schlechte Personalpolitik

Auch dies stellte sich als Fehlgriff von Schneider heraus, der zuletzt immer wieder wegen seiner Personalpolitik kritisiert worden war. Schon klar war, dass Schneider seinen Posten spätestens zum Saisonende räumen sollte. 

Mit nur neun Punkten aus 23 Spielen haben die Königsblauen bereits neun Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz 16. Acht der elf Pflichtspiele in der kurzen Amtszeit von Gross verloren die Schalker, neben einem Sieg gegen Hoffenheim gelangen lediglich zwei Remis. 

fab/haz (dpa, sid)