Es war ein mächtiger Temperatursprung, der Deutschland Mitte Februar erreichte. Während am zweiten Wochenende des Monats viele Menschen bei Schnee, Eis und Minusgraden rodelten oder Schlittschuh liefen, lockte nicht einmal sieben Tage später frühlingshafter Sonnenschein. Mancherorts stiegen die Temperaturen um mehr als 40 Grad Celsius innerhalb von sieben Tagen – ein Rekord.

Aber wie wirkt es sich auf den Pandemieverlauf aus, wenn es plötzlich viele Menschen an Seen, Flüsse oder in die Parks zieht? Im Sommer 2020 war das Infektionsgeschehen hierzulande auf einem niedrigen Stand, mancher feierte das als Erfolg von deutscher Disziplin und Weitsicht. Aber im Herbst stiegen die Fallzahlen wieder. Lag das vielleicht auch am Wetter?

Generell ist die Frage schwer zu beantworten. Das Coronavirus verbreitet sich über die Luft. Infizierte stoßen kleine Partikel aus, wenn sie ausatmen oder niesen und husten. In den Tröpfchen, Experten sprechen von Aerosolpartikeln, befinden sich neben Wasser, Lipiden, Proteinen und Salz auch Viren. Wer sie einatmet, kann sich mit Sars-CoV-2 infizieren. Manche dieser Tröpfchen können Stunden bis Tage in der Luft schweben.