Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7890 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem sind demnach innerhalb von 24 Stunden 157 Menschen an oder mit COVID-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt damit bei 70.045. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7676 Neuinfektionen und 145 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI bundesweit bei 63,8 – und damit so hoch wie am Vortag. Vor vier Wochen, am 31. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 90,2 gelegen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 1,2 (Vortag 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 120 weitere Menschen anstecken.

Bayerns Ministerpräsident Söder ist für eine Änderung der Impfpriorisierung – zumindest bei AstraZeneca

AstraZeneca für alle

Aus den Bundesländern kommen Forderungen nach einer Lockerung der Impfreihenfolge, um die Verschwendung von liegen gebliebenem Corona-Impfstoff zu vermeiden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schlug erneut vor, hunderttausende ungenutzte Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs aus den Depots der Bundesländer zur Impfung für alle freizugeben. „Bevor er liegen bleibt: impfen wer will. Es darf keine Dose von AstraZeneca übrig bleiben oder weggeschmissen werden. Denn jeder Geimpfte schützt sich und andere“, sagte Söder der „Bild am Sonntag“. Der bayerische Regierungschef strebt daher eine bundesweite Regelung an, für das AstraZeneca-Vakzin die Impfreihenfolge zu lockern. Zudem solle der Impfstoff auch durch Hausärzte verimpft werden können.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach sich ebenfalls dafür aus, den…