Starinvestor Warren Buffett
Buffett kauft für Milliarden Dollar eigene Aktien zurück

US-Investor Warren Buffet bei einer Pressekonferenz 2008. Foto: Arne Dedert/DPA FILE/dpa

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Am liebsten würde Warren Buffet in neue Beteiligungen investieren. Doch seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway mangelt es an lohnenden Übernahmezielen. Die Lösung: Den Bestand an eigenen Aktien erhöhen.

Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat im Corona-Jahr 2020 für mehr Geld als je zuvor eigene Aktien zurückgekauft.

Insgesamt gab das Konglomerat 24,7 Milliarden Dollar (20,5 Mrd Euro) für diese Art der Kurspflege aus, wie aus Berkshire Hathaways am Samstag veröffentlichtem Jahresbericht hervorging. Im vierten Quartal steckte die Holding des 90-jährigen Starinvestors 9,0 Milliarden Dollar in eigene Anteilscheine, das entsprach fast exakt dem Rekordvolumen aus dem vorherigen Vierteljahr. Den Nettogewinn konnte Berkshire Hathaway zum Jahresende kräftig steigern.

Während viele andere Unternehmen ihre Aktienrückkäufe wegen knapperer Mittel in der Corona-Pandemie einschränkten, startete Buffett in der Krise erst so richtig durch. Angesichts der enormen Geldreserven, auf denen Berkshire Hathaway sitzt, ist allerdings auch keinerlei Zurückhaltung nötig. Zum Jahresende verfügte das Konglomerat über liquide Mittel von 138,3 Milliarden Dollar, im Schlussquartal sank der Cash-Bestand um fünf Prozent. Buffett hat nie einen Hehl draus gemacht, dass er lieber in Beteiligungen investieren würde als in Aktienrückkäufe, aber er findet keine geeigneten Übernahmeziele.

Berkshire steigerte den Nettogewinn im vierten Quartal um 23 Prozent auf 35,8 Milliarden Dollar, im Gesamtjahr sank das Ergebnis um fast die Hälfte auf 42,5 Milliarden Dollar. Da seit einer Umstellung der Buchhaltungsregeln auch unrealisierte Investmentgewinne und -verluste…