Die deutsche Premiere vor 13 Jahren endete im Desaster, danach kam lange nichts – jetzt aber, in Zeiten ultraniedriger Zinsen und überbordender Liquidität, sind Spacs das heißeste Ding an den Kapitalmärkten. Das Akronym steht für Special Purpose Acquisition Company: börsengelistete Firmen, die bei Anlegern Kapital einsammeln und versprechen, das Geld meist binnen zwei Jahren für die Übernahme eines Unternehmens auszugeben. Das Zielunternehmen schlüpft dann in die bis dato leere Spac-Hülle und kann sich den mühsamen Weg an die Börse sparen.

In den USA, wo es die Spacs schon länger gibt, haben die Anlagevehikel einen wahren Boom erlebt. So entfiel 2020 fast jeder dritte Börsengang an der Nasdaq auf einen Spac. Die Technologiebörse registrierte 237 neue Spacs, die 79,8 Milliarden Dollar einwarben, im Schnitt 337 Millionen Dollar. Ein krasser Anstieg: 2019 waren über 59 Schnellbörsengänge nur 13,6 Milliarden Dollar hereingekommen, also 230 Millionen Dollar pro Spac.

Nun elektrisieren die Spacs auch Anleger in Deutschland. Doch Experten warnen vor Risiken und Nebenwirkungen.