Podcast

„Die Stunde Null“
Megatrend Camping: „Corona hat das Wachstum nur bestärkt“

Urlaub mit Caravan oder Wohnwagen – was früher als spießig galt, ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden

© Hymer

Schon vor Ausbruch der Krise boomte die Caravan-Branche, doch die Pandemie brachte einen Extra-Schub. Im Podcast spricht Martin Brandt, CEO der Erwin Hymer Group, über historisch hohe Auftragsbestände, Konkurrenz auf dem Reisemarkt und den Imagewandel des Campingurlaubs.

Die seit Jahren wachsende Branche für Caravans und Wohnwagen hat in der Covid-19-Krise einen weiteren Schub bekommen. Davon profitierte auch die Erwin Hymer Group, einer der größten Caravan-Hersteller Europas. CEO Martin Brandt zeigt sich vom Ausmaß des Wachstums überrascht. „Eigentlich sind wir von niedrigen Stückzahlen nach Corona ausgegangen,“ sagt er im Podcast „Die Stunde Null“.  Denn: Fahrzeuge kosten schnell 50.000 bis 100.000 Euro – eine Investition, die in unsicheren Zeiten schnell vertagt werde.  „Wir sind eines Besseren belehrt worden,“ sagt Brandt, der das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Bad Waldsee seit 2015 leitet.

Als die Händler im Mai wieder öffnen durften, habe es einen wahren Ansturm von Kunden gegeben. So sei man im vergangenen August mit „einem historisch hohen Auftragsbestand“ in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die Rede ist von einem Anstieg um 79 Prozent im ersten Halbjahr 2020. Eine der größten Herausforderungen sei es daher, die Produktion aufrechtzuerhalten. „Normalerweise haben wir eine 35-Stunden-Woche. Wir haben da hochgetaktet auf bis zu 42, 45 Stunden,“ sagt Brandt. Zudem arbeite man im Schichtbetrieb, um die gesteigerte Nachfrage zu bewältigen. Es werden Hunderte neue Mitarbeiter eingestellt.

Wegfall der Konkurrenten

Einige Nebeneffekte der Pandemie trugen zusätzlich zum Wachstum der Branche bei. So fielen mit…