Mitten in der Corona-Pandemie kommt es am Münchner Flughafen (FMG) zu einem Personalwechsel an der Spitze. Das bestätigte der bayerische Finanzminister und FMG-Aufsichtsratschef Albert Füracker auf Anfrage des SPIEGEL.

Der Freistaat hält zusammen mit dem Bund und der Stadt München die Anteile am zweitgrößten deutschen Flughafen. Derzeit besteht das oberste Leitungsgremium noch aus drei Personen. FMG-Chef Jost Lammers, zuvor in gleicher Funktion beim Airport Budapest, hatte erst zu Beginn vergangenen Jahres seinen Vorgänger Michael Kerkloh abgelöst. Er vertritt heute den Bund im Lufthansa-Aufsichtsrat.

Unterstützt wurde Lammers bei der Leitung der FMG bislang vom ehemaligen Geschäftsführer des Berliner Großflughafens BER, Thomas Weyer, und der Ex-Bahn-Managerin Andrea Gebekken. Weyer ist für Finanzen und Infrastrukturthemen verantwortlich und hatte in Berlin maßgeblich an der Planung des neuen BER mitgewirkt. Seine Kollegin Gebekken verantwortet das Endkundengeschäft, Sicherheitsfragen sowie das Qualitäts- und Projektmanagement.

Ihre Dienstverträge laufen im September aus und sollen nicht verlängert werden. Gebekken, so Füracker, wolle sich »neuen beruflichen Herausforderungen widmen«. Weyer, der im Juli 61 Jahre alt wird, strebe ebenfalls »andere Aufgaben« an und habe von sich aus auf eine Fortführung seines Anstellungsverhältnisses verzichtet. »Über die jeweilige Nachfolge«, so Füracker, werde »zeitnah entschieden«.

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