Der US-Fleischersatzhersteller Beyond Meat hat noch immer mit Problemen zu kämpfen. Für das vierte Quartal 2020 meldete das Unternehmen 25,1 Millionen Dollar Verlust. Die Umsätze beliefen sich auf 101,9 Millionen Dollar, ein Anstieg von 3,5 Prozent, der jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb. Mit Partnerschaften will das Unternehmen für vegane Produkte nun sein Geschäft retten. Hierzu schloss Beyond Meat langjährige Lieferverträge mit den Fastfood-Unternehmen McDonald’s und Yum Brands, der Konzernmutter von Taco Bell, KFC und Pizza Hut.

Die strategische Zusammenarbeit mit McDonald’s werde drei Jahre betragen und mit Yum Brands für die »kommenden paar Jahre« vereinbart, hieß es in Mitteilungen vom Donnerstag. Über die finanziellen Details der Abkommen wurde nichts bekannt.

McPlant-Burger für McDonald’s in der Entwicklung

Beyond Meat wird demnach der alleinige Lieferant für den McPlant, ein Burger auf pflanzlicher Basis, den McDonald’s gerade in seinen Filialen weltweit testet. Die beiden Firmen arbeiten schon seit 2019 zusammen und wollen nun weitere fleischlose Alternativen für Produkte wie Hühnchen, Schwein und Eier entwickeln. Ziel sei es, eine breite Palette an Produkten auf pflanzlicher Basis anzubieten. Auch Yum Brands arbeitet bereits mit Beyond Meat zusammen. 2019 bot KFC in den USA eine pflanzliche Alternative zu Hühnchen an.

Beyond Meat war 2009 gegründet worden. Das Unternehmen setzt auf den Trend zur fleischlosen Ernährung. Die Hersteller streben danach, die Alternativen hinsichtlich Geschmack, Aussehen, Geruch und Konsistenz nahe an das Original zu bringen. Eingesetzt werden etwa Erbsen, Bohnen und Soja, Rote Bete bringt den »blutigen« Effekt. Der Börsengang im Mai 2019 wurde groß gefeiert.

Die Ankündigungen der Partnerschaften mit McDonald’s und Yum Brands konnten nun einen Einbruch des Aktienkurses um 15 Prozent nach Bekanntwerden der schlechten Quartalszahlen wieder umkehren. Die Aktie drehte nachbörslich kräftig ins Plus.

Icon: Der Spiegel