Tierbedarfs-Händler
Fressnapf, Zooplus und Co. mit kräftigem Wachstum

Ein Golden Retriever Hund mit einem Kauknochen: Fressnapf, Deutschlands Marktführer beim Thema Heimtierbedarf, erzielte 2020 das größte absolute Umsatzwachstum der Firmengeschichte. Foto: Bernd Thissen/dpa

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In der Pandemie ist die Zahl der Tierhalter gewachsen. Und auch wer schon ein Haustier hatte, war geneigt mehr Geld dafür auszugeben. Das machte den Tierbedarfs-Handel zu einem der Gewinner der Pandemie.

Nicht nur der Lebensmittelhandel ist ein Gewinner der Covid-19-Pandemie. Auch Tierbedarfs-Händler wie Fressnapf, Zooplus oder Futterhaus erzielten im Corona-Jahr 2020 kräftige Umsatzzuwächse.

«Die emotionale Beziehung zwischen Mensch und Tier ist in der Krise noch intensiver geworden», berichtete der Fressnapf-Gründer und -Eigentümer Torsten Toeller. Und damit sei auch die Bereitschaft gewachsen für Hund oder Katze tiefer in die Tasche greifen, oder sich sogar erstmals ein Tier anzuschaffen.

Die Folge: Fressnapf, Deutschlands Marktführer beim Thema Heimtierbedarf, erzielte im vergangenen Jahr das größte absolute Umsatzwachstum der Firmengeschichte. Europaweit stieg der seinen Umsatz um 15,2 Prozent auf 2,65 Milliarden Euro, wie Toeller berichtete. Das Unternehmen habe damit die zum 30-jährigen Firmenjubiläum gesetzten Ziel deutlich übertroffen. Ein wichtiger Grund dafür war allerdings auch, dass das Unternehmen europaweit als systemrelevanter Händler eingeordnet wurde und seine Läden deshalb auch im Lockdown geöffnet blieben.

Allein die Verbraucher in Deutschland gaben nach Schätzungen von Fressnapf im vergangenen Jahr rund sechs Milliarden Euro für Tierfutter, Streu und Zubehör vom Kratzbaum für die Katze bis zum Leuchthalsband für den Hund aus. Gut ein Viertel davon, rund 1,6 Milliarden Euro, landete in den Kassen des Krefelder Unternehmens. Das…