Verreisen ist im Moment schwierig. Wer Fernweh hat, dem kann derzeit immerhin der Himmel helfen, sich weit weg zu träumen – in die Wüste zum Beispiel. Denn dass die auf- oder untergehende Sonne so rot strahlt, liegt am Sand aus der Sahara, der zu uns geweht ist.

Christian Kronfelder, Meteorologe, Deutscher Wetterdienst München
„Also die Grundvoraussetzungen sind: Wir brauchen einen Sturm über der Sahara, sodass der Staub in höhere Luftschichten transportiert wird und dann muss sich eigentlich Südströmung einstellen, wie wir zurzeit haben, z.B. durch ein Hochdruckgebiet im Osten. Und dadurch wird dann der Saharastaub übers Mittelmeer zu den Alpen und dann nach Deutschland transportiert.“

Schneit es, fällt der feine Sand auf den Boden und färbt alles leicht rötlich. Ist es trocken, bleibt er in der Luft.

Christian Kronfelder, Meteorologe, Deutscher Wetterdienst München
„Ja, man sieht jetzt zum Beispiel heute zum Teil, dass die Sonne getrübt ist oder natürlich, wenn es ausgewaschen wird, dass man direkt den Sand sieht, den Blutsand wie man gesagt hat jetzt im Schnee.“

…oder eben die große Blutorange am Himmel. Wer früh aufsteht, hat an vielen Orten morgen noch eine Chance, das spezielle Morgenrot zu sehen.