Die Köpfe richteten sich in Richtung Gras, die Schultern der Spieler hingen weit unten. Das wichtigste Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte für Borussia Mönchengladbach war am Ende eine Enttäuschung für alle Beteiligten. Ihr Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League endete für die Elf vom Niederrhein mit einem 0:2 (0:1) gegen Manchester City. Der Traum vom Erreichen der nächsten Runde beim Rückspiel in drei Wochen ist mit dieser Pleite fast schon geplatzt.  

Das englische Spitzenteam war mindestens eine Nummer zu groß für die Mannschaft von Trainer Marco Rose, die in vielen Belangen überfordert war an diesem Mittwochabend in Budapest. Wegen des Einreiseverbots für Engländer absolvierte bereits RB Leipzig sein Heimspiel gegen den FC Liverpool (0:2) vor einer Woche in der Puskas-Arena. „City war sehr gut im eigenen Ballbesitz. Wir sind sehr viel hinterhergelaufen. Am Ende hat City verdient gewonnen. Über 90 Minuten kannst du nicht alles verteidigen“, sagte Nationalspieler Florian Neuhaus.

Null Torgefahr in Hälfte eins

In der ersten Hälfte brachte Roses Team nicht einen nennenswerten Angriff, geschweige denn einen Torschuss zustande. Vom mutigen und schnellen Angriffsspiel, das die Gladbacher an so vielen anderen Spieltagen auszeichnet, und das der Coach vor der Partie von seiner Mannschaft eingefordert hatte, war gegen das bärenstarke Team von Trainer Pep Guardiola viel zu lange nichts zu sehen. Bernado Silva traf dann auch früh zum 1:0 für die Engländer. 

In der zweiten Hälfte agierte die Borussia etwas offensiver und kam dem City-Tor näher. Alassane Plea hatte nach 61 Minuten die erste Torchance, doch sein Hacken-Schuss verfehlte das Ziel. Als Manchester allerdings bemerkte, dass der Gegner etwas mehr Mut entwickelte, erhöhten die Engländer das Tempo und erzielten prompt durch Gabriel Jesus (64.) das 2:0. In der Nachpielzeit hatte Hannes Wolf nach einem eklatanten Fehlpass von City-Spieler Aymeric Laporte die große Chance zum Anschlusstreffer,…